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Freitag, 7. Juni 2013

Neues Fellsattelprojekt startet bald........

Da ich doch soooviele tolle Schabracken horte, wollte ich noch ein ganz spezieller Fellsattel kreieren! Der wird in etwa so aussehen. Ich hoffe, dass ich zwischen, heuen, Kindergeburi, Hühnergegacker, usw. bald dazu kommen werde:-))



So sieht mein zweiter Fellsattel aus. Die Ringe haben sich super bewährt! Mein Guter bewegt sich super mit diesem Sattel. Heute war ein besonders schöner Ausritt. Darüber möchte ich dann noch paar Zeilen schreiben.



Samstag, 27. April 2013

Eigenbau Fellsattel (Für Charly :-)) )

So, das ist mein zweiter Fellsattel, den ich am nähen bin! Esist aus einem alten Mattes Westernpad entstanden, dass mir mal jemand geschenkt hat! Er wollte es wegwerfen und da hab ich es genommen, mit dem Gefühl, dass ich iiirgendwann mal Verwendung dafür haben werde!

Ich habe es auseinander genommen, auf das Barocksattelmass zugeschnitten. Weiter habe ich es umgefärbt von braun auf schwarz und das Fell ist naturfarben.

Was mir gefallen hat an dem Pad ist die Ristfreiheit.

Ich habe dieses Mal längere Reisverschlüsse genommen um das Sattelfell zu befestigen. Ich bin diesen Sattel immer noch am testen, und somit bin ich ihn wieder am abändern!




Leider sind die Bilder etwas unscharf, aber ich denke so auf die schnelle erkennt man da schon was.

Ich habe die Gurtstrupfen auf ein breites Gurtband genäht, dass ich dann wiederum ans Pad genäht habe. Wichtig ist, dass man das Gurtband bis zum Ende des Pass festnäht, sonst sieht es unschön aus, wenn der Bauchgurt angezogen ist. Es gibt dann so Falten.

Ich hatte zuerst beide Gurtstrupfen nebeneinander aufgenäht, aber es passte mir nicht. Somit habe ich es erst versucht, eine Strupfe weiterhinten anzunähen. Das wiederum verzog den Sattel wieder!

Jetzt versuche ich es mit dem Ring. Es könnte funktionieren, muss aber einen Proberitt machen!

Da ich ohne Steigbügel reite, habe ich auch keine Steigbügelhalterung integriert, aber man kann dies einfach machen, indem mann das breite Gurtband über den ganzen Sattel bis auf die andere Seite durchgehend annäht und die D-Ringe auf der richtigen Höhe annäht!



Ich hoffe, ich verstosse nicht gegen irgend ein Copyright, wenn ich das Foto hier reinstelle! Ist von Fellsattel.com



Ich weiss jetzt grad nicht, was du mit dem befestigen des Schaumes meinst. auf alle Fälle läge ich die Sitzpolsterung einfach zwischen Pad und Sattelfell. Das verrutscht nicht. Aber wer sicher sein möchte, kann sie mit Klettverschluss fixieren. Somit kann man auch noch andere Polsterungen verwenden.

Ich habe auch das Fell nicht überall fest angenäht, sondern eine Öffnung gelassen, dass ich noch "Sattelpads" reinschieben kann.


Ich werde noch weitere Fotos machen....
Was ich noch unsicher bin, ist, ob ich das Fell am ganzen Pad lasse, oder ob ich es kürze auf die Sattelfläche.



Ich hoffe, ich könnte bisschen weiterhelfen, sonst nur fragen ;-))

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Baum- Lederbaum- und Fellsattel. Wo ist die Hebelwirkung grösser?

Ich entschloss mich kurzerhand mit Jan nochmal über den Schnee ausreiten zu gehen, da ja die ganze restliche Pracht nächstens verschwindet bei dem fürchterlichen Wetter. :-(

Ich habe ja die spanische Version des Hidalgo Sattel gekauft, und der muss noch eingeritten werden. Somit montierte ich meinen Fellsattel und gingen mit LG-Zaum los. Er schritt sehr schön los. Schnell fiel mir auf, dass er viel "gerader" ging, als letztes Mal mit dem Hidalgo Sattel oder auch dem Startrekk.

Mir fiel immer wieder auf, dass er mich in den Sätteln zwischendurch nach rechts setzte. Grad bei Schneeverhältnissen, wo er sein Gelichgewicht gut halten musste. Da neigte er halt dazu seine rechte Schulter festzumachen. Ich musste ihn dann immer wieder korrigieren, denn ich halte es kaum aus, schräg auf dem Pferd zu sitzen.

Als ich so ritt, merkte ich plötzlich, hey, er setzt mich ja auch manchmal rechts runter, aber so unmerklich, und ich korrigierte dies genauso unmerklich mit meinem Sitz, da ich ja auch keine Bügel habe!! Sehr interessant! Also fing ich an, mich mehr zu achten.

Tatsächlich! Da war es wieder.. Jan machte sich auf seiner rechten Schulter fest, und ich machte eigentlich nicht viel, sondern verschob ganz mimim meinen Schwerpunkt in Richtung links und schon war er wieder gerade!

Jetzt ging mir ein Lichtlein auf! Ich gab immer meinen anderen Sättel schuld, dass Jan sich auf der Schulter fest macht, aber das stimmt so nicht. Es hat etwas mit der Hebelwirkung zutun. Je weiter weg ich vom Pferd sitze, umso grösser ist die Hebelwirkung. Desswegen spüre ich dieses auf die Schulter setzen bei meinen Lederbaumsätteln mehr als bei meinem Fellsattel!

Wie muss dann die Hebelwirkung bei den starren Baumsätteln sein? Diese übertragen sowas noch viel deutlicher auf den Reiter, und der hält dann sehr stark dagegen und verschlimmert in den meisten Fällen das Problem noch mehr! Gerade schlechte Reiter. Denen ermöglicht ein Baumsattel stundenlanges Schrägsitzen. Man kann sich jetzt vorstellen, was das für das Pferd bedeutet!

Wenn man beim Fellsattel schräg sitzt, und das noch ohne Steigbügel, dann rutscht man runter oder wird automatisch animiert korrekter zu sitzen.

Das bestätigt einmal mehr meine Behauptung, dass auch für Anfänger ein Baumsattel nicht gut ist. Ja, vielleicht für den Anfänger, aber in erster Linie muss es einem Pferd dabei gut gehen. Aber eigentlich gehört ein Anfänger auch in den Sitzlongen Unterricht! Ich weiss noch genau, als ich als Kind Tennisunterricht nahm. Wir machten sooooviele Trockenübungen! Stunde um Stunde... Und ich wollte doch einfach übers Netz spielen, wie die Profis.....aber nix da! Passieren würde da ja nix. Ausser dass der Ball ins Netz fliegt!

Was passiert aber einem Pferd, wenn ein Anfänger einfach auf seinen Rücken steigt, die Zügel in die Hand nimmt und los reitet??? Das Resultat sieht man an den schlechten Rücken der Pferden! Wie muss sich so ein Tier fühlen? Ein Ball fühlt nichts, wenn er ins Netz fliegt! Trotzdem wird hier seriöser darauf hin gearbeitet!

Ganz klar ist, dass man viel Zeit in einen guten Sitz investieren sollte, und körperlich fit und beweglich sein muss. Es braucht eine riesige Körperbeherrschung, anständig auf dem Pferd zu sitzen. Wenn einem das gute Tier schon rumtragen muss, sollten wir stark bemüht sein es nicht zu stören, sondern zu unterstützen. Durch einen guten Sitz können wir uns so manche Zügelführung ersparen.

Die Hebelwirkung wird sich auch gleich verhalten, wenn der Reiter nach vorne oder hinten kippt! Beim nach vorne kippen dankt es der sensible Trapezmuskel.


Freitag, 30. November 2012

Es hört nie auf....

Hat man wieder etwas geschafft, kommt natürlich das nächste!!!

Seit ich Jans Kastrationsnarben regelmässig wieder eincreme ist er tatsächlich nicht mehr so vorhandlastig. Die Narben schwellen zwar nicht mehr an, aber dem Schein nach, stören sie nach wie vor ein bisschen.

Ich habe wieder angefangen Jan mit meinem Startrekk espaniola zu reiten, da der Fellsattel mich sehr breit sitzen lässt und in meiner Hüfte weh tut. Ich habe für den Sattel u förmige Kissen bestellt, wegen der besseren Druckverteilung.

Jetzt ist mir aufgefallen, dass Jan mit Schweifschlagen, quietschen, ausschlagen auf ein anfassen der hinteren schrägen Bauchmuskulatur reagiert und auch, wenn ich die Narben anfasse. Das aber vorallem nur links!!

Jetzt bin ich natürlich am überlegen von woher das kommen könnte? Reiten tu ich ihn gleich. Die Dauer und die Häufigkeit auch nicht. Das einzige ist, ich habe den Sattel wieder mehr gebraucht!

Ob ihm doch der Sattel irgendwie nicht passt? Ich habe einen Hidalgo Sattel Caracas 2 bestellt. Der kommt etwa nächste Woche! Bin sehr gespannt wie der ist. Aussehen tut der so:


Er hat einen Lederbaum und kein Kopfeisen. Er hat die u-förmigen Kissen. Ich bin so gespannt auf den Sattel! Wenn ich mich nicht irre, hat er auch eine offene Steigbügelaufhängung, denn das hat der Startrekk nicht.

Das sind die u- förmigen Kissen.




Ich hab mich zwar daran gewöhnt, und bin schon unbewusst, sehr schnell instinktiv aus den Bügeln, wenn ne gefährliche Situation droht.

Jetzt bin ich natürlich, weil ich eben s Dagi bin, sehr betrübt über dieses neue Problem mit dem nicht anfassen können dort. Das haben eben viele Pferde. Es heisst dann immer, sie sind kitzlig am Bauch, und das stimmt so nicht, die Bauchmuskeln sind verspannt! Er wollte mir auch nicht den Rücken aufwölben, als ich ihm die Reflexpunkte drückte :-((

Jetzt gibt es nur eins! Heute longiere ich ihn ausgiebig und lasse ihn auch bisschen springen, dann nähe ich eine Auflage für meinen Fellsattel, damit ich nicht mehr den Spagat machen muss auf dem Pferchen, und dann reite ich eine zeitlang nur mit Fell. Bis in einer Woche wird sich sicher ein Resultat zeigen! Dann kommt ja hoffentlich der Hidalgo!

Was aber total zum freuen ist, sind seine Hufe! Aber das erzähl ich unter dem Label Hufbearbeitung!

Nocheinmal zum Thema Fellsattel. Bei breiten runden Rücken entsteht das Problem des zu breiten sitzen.

Somit dreht es einem die Beine nach aussen und man bringt das nicht  korrigiert, ausser mit Schmerzen. Wenn ich dann versuche, meine Oberschenkel schön anzulegen, Fussspitze nach vorne, tut das mir sehr weh.

Natürlich musste ich darauf bei den anderen Sätteln schauen, warum da man besser sitzt und das ist logisch die Polsterung der Sitzfläche. Da ich eben sehr schmal bin brauch ich eine ausgeschnittere Polsterung, als jemand anders.


Hier sieht man schön, wie die Sitzfläche gepolstert ist. Wo Sitzbeinhöcker positioniert sind, ist es am schmälsten. Die Kissen sind auch dort am schmalsten.

Genauso eine Auflage nähe ich jetzt, und bring sie auf meinem Fellsattel an. Der zweite Fellsattel, der jetzt dann bald mal in "Produktion" gehen sollte, werde ich das alles berücksichtigen, und die Fellauflage auf dem Rücken auch verändern und eine Aussparung bei der Auflage der Schenkel zu machen.

Ich denke, das ist noch eine Lücke bei den Fellsätteln. Würde man verschiedene Sitzauflagen anbieten, könnten auch schmale Personen auf breiten Pferden im Fellsattel sitzen.

Sonntag, 18. November 2012

Startrekk espagnola baumloser Sattel mit echter Wirbelsäulenfreiheit

In meinem Fellsattel Post hab ich schon beschrieben, was mich zum Thema Sattel bewegt.

Ich bin mit meinem Startrekk Sattel eigentlich zufrieden. Eigentlich..... Aber mich stört einfach die relativ kleine Auflagefläche der Sattelkissen.

So sieht der Sattel ohne Panells aus:





Hier sieht man die orginalen Panels. Die gibt es in verschiedenen Dicken, mit Schaffell ohne usw.




Hier sieht man meine umgenähten Sattelkissen meines alten spanischen Baumsattels. Die Polsterung sieht noch sehr dick aus, aber die muss sich erst noch setzen.






























Schauen wir uns nocheinmal den Sattel ohne die Panels an:


Man sieht deutlich die Vorgabe der Sattelkissen, wie ich sie von meinem alten Sattel habe! Wieso hat man die Panels nicht nach dieser Vorgabe genäht? Das stört mich enorm, denn ich bin sicher, dass diese Art der Sattelkissen mehr Konform für den Pferderücken gibt.

Jan ist auf alle Fälle besser gelaufen mit den spanischen Kissen, ich bin weicher gesessen, als mit den Orginalpanels. Die Abdrücke auf dem Rücken rsp. Fells waren auch viel besser.

Gestern bin  ich mit den Orginalpanels geritten und habe Schaumstoffe vorne und hinten an die Panels getan. Meiner Meinung nach wird einfach der Druck besser nach unten abgefangen, wenn diese Verlängerungen des Polsters seitlich nach unten verlängert wird.

Promt war der Abdruck besser.


Freitag, 16. November 2012

Fellsattel

Baumsattel, baumlos, Fellsattel..... Mit Wirbelsäulenfreiheit oder ohne??

Also, Indianer hätten sich einen Sattel selber gemacht, wenn sie einen gebraucht hätten, denn für die Pferde hatten sie ja so ne Art Packsattel, wenn sie weiterzogen um ihre Habseeligkeiten zu transportieren. Nur frage ich mich ganz ehrlich, wie gut ausgebildet waren diese Pferde, und leider hatten sie überhaupt Pferde bevor die Spanier Amerika entdeckten? Mustange sind ja keine wilde Rasse sondern verwilderte Hauspferde. Leider weiss ich da zuwenig genau, wie das war.

Da wären wir aber eigentlich schon beim Thema Sattel. woher kommt der Sattel?

wenn man seine Geschichte zurück verfolgt, findet man ihn als Gepäckträger. Da sich das Gepäck wohl nicht selber ausballancieren kann, erfand man ein Gestell das wohl die Wirbelsäule frei von Druck liess und links und rechts davon den Druck auf eine möglichst breite Fläche verteilt.

So wurde später die Idee weiterentwickelt und es konnte somit eine breitere Palette Menschen mit den Pferden transportiert werden. Auch weniger bis nicht talentierte.

Der Sattel ist entstanden und wurde weiter verändert und angepasst, somit brachten die Spanier Pferde nach Amerika mit den Spanischen Sättel und diese wurden dann langsam umgemodelt zu Westernsättel. Die Westernsättel sind wiederum so konzipiert, dass er mehr Nutzen für den Menschen bringt als für das Pferd. Der Kuhhirte musste tagelang im Sattel sitzen, somit sitzt er bequemer im Stuhlsitz, so setzten einem die meisten Westernsättel hin, und der Sattel musste einfach auf jedes Pferd passen. Ging eins lahm, nahm man grad das nächste. Wenn es sich nicht erholte, hatte man was auf den Grill.

Durch Jans Kastrationsnarbenproblematik hat er seine Rückenmuskeln verloren und sein spanischer Baumsattel hat nicht mehr richtig gepasst. Muskeln bauten sich nicht mehr auf.
Okay, das lag nicht nur am Sattel, denn ich vermass den Sattel. Er passte im Schwung, Kammerweite, Länge...

Ich setzte mich mur mit Pad auf Jan und er ging freier, also musst doch der Sattel nicht passen. Ich holte mir einen baumlosen Startrekk espagnola mit Wirbelsäulenfreiheit zur Probe. Siehe da, Jan lief viel freier. Aber die Muskeln kamen trotzdem nicht zur Zufriedenheit.

Als ich dann endlich das Narbenproblem lösen konnte, kamen die Mukis mehr, aber er ging unter dem Sattel immer noch nicht gut.

Wieder vermass ich den Sattel, wechselte das Kopfeisen, machte alle erdenklichen Abdrücke vom Sattel auf den Rücken. Keine Druckspitzen nichts...

Natürlich lag es auch daran, dass ich erst seine Schiefe wieder beheben musste, da diese ganzen Bewegungskompensationen, die er sich angeeignet hat, zu verkürzten Muskeln, das wiederum zu Blockaden führte. Also musste eine sinnvolle Bodenarbeit und Gymnastik erst her um alles zu dehnen und wiederum zu kräftigen. (siehe Vorstellung und Probleme meiner Pferde)

Ich las vom Fellsattel und da ich so viele Sachen immer aufbewahre, warf ich Jan eine Decke rauf, polsterte mit Schaumstoff das Sattelfell und ritt erst mal halt ohne Sattelgurt, denn der Reiter platziert ja bekanntlich den Sattel. Tja, es ging so super, dass ich sogar ausritt und galoppierte.

Irgendwann nähte ich dann noch Gurtstruppen ran und machte einen Bauchgurt dran. Auch habe ich keine Steigbügel und werde auch keine dran tun. Seine Muskeln bauen sich weiter auf!

Aus meinen persönlichen Erfahrungen würde ich nie mehr einen Baumsattel auf mein Pferd legen! Nur noch mein Fell. Meinem Startekk Sattel bin ich dran die Polster meines alten Espagnola Sattels anzupassen und werde dann berichten wie es geht. Auf alle Fälle werde ich den erst wieder ausprobieren, wenn die Trapezmuskeln noch besser ausgebildet sind. Denn da lieg ja genau das Problem. Sind die Trapezmuskeln weg, dann kann ein Sattel nicht ausbalanciert auf dem Rücken liegen! Er verlagert das Gewicht immer nach vorne, weil der Sattel nach vorne kippt und sei das nur mimim! Das reicht aber, dass der Trapezmuskel sich verspannt und zurückbildet. Und gerade der Muskel fehlt bei vielen Pferden. Dabei ist er wichtig, damit das Pferd den Brustkasten heben kann um den Reiter schadfrei zu tragen. Und er ist relativ dünn und somit auch sehr sensibel.

Jeder hat schon einen Rucksack geschleppt und der hat mit der Zeit seitlich über den Schultern auf den Muskel gedrückt. Das kann von unangenehmem Gefühl bis Verspannungen und Schmerzen führen, die sogar Kopfweh auslösen können. Wieso soll es den Pferden anders gehen??

Beim Fellsattel liegt kein Druck auf dem Trapezmuskel. Es ist enorm, wie der bei Jan jetzt zunimmt durch gutes Training. Trotzdem dass mein Gewicht auf eine kleinere Fläche verteilt ist. Das man auf den Dornfortsätzen sitzt, stimmt so auch nicht ganz und wenn der Sattel gepolstert ist sowieso nicht. Wenn das Pferd in schöner Dehnungshaltung geht und den Rücken wölbt, und das ist ein athletischer Kraftakt, der seriös trainiert werden sollte, sitzt man sowieso quasi auf dem Rückenband, dass dafür sorgt, dass sich der Rücken anhebt, und die Rückenmuskeln sich ungestört bewegen können.

Ein Reiter der ohne Sattel auf einem gut bemuskelten Pferd sitzt, wohl bemerkt, der Reiter sitzt richtig, schadet einem Pferd weniger, als einer der unausballanciert auf einem schlecht bemuskelten Pferd mit Baumsattel sitzt, wobei zu bemerken ist, dass 90% der Sättel trotz Anpassungen der Sattler nicht passen. Das hat mir enorm zu denken gegeben.

Was es auch noch zu bedenken gibt, wenn wir im leichten Sitz galoppieren, oder Leichttraben, oder nicht mittig sitzen, verteilt auch ein passender Sattel das Gewicht nicht gleichmässig. Beim Leichtreiten wird der vordere Drittel mehr belastet, weil auch die Bügel im vorderen Drittel verankert sind. Jedes Nach vorne oder nach hinten lehnen verteilt das Gewicht nicht mehr optimal.

Ein Packpferd muss eigentlich "nur" mit gewölbtem Rücken laufen, dass muss sich nicht in Seitengängen, Biegungen, stellen usw. bewegen. wenn das Gepäck optimal verteilt ist, trägt es das Pferd gut.

Bent Branderup schrieb mal sowas ähnliches, er habe die Packpferde beobachtet und die Reiter, die Packpferde gingen ohne Taktstörungen, was man von den Reittieren nicht sagen konnte. Also die Schlussfolgerung daraus sei, wir müssen so gut wie ein Gepäckstück reiten :-)

Ein Packpferd musste sich vorallem v/a dehnen, und somit war die horizontale Balance wichtiger, als die vertikale. Sie müssen sich weniger seitlich biegen.

Wie wir aber die Pferde reiten, müssen sie das wohl tun, und da kommt ein Baumsattel stark an seine Grenzen. Es gibt Pferde die haben deformierte Schulterblätterenden, weil sie diese bei jedem Schritt unter den Sattel schieben müssen. Zudem verändert ein Pferd andauernd seine Oberlinie. Also wie kann sich da ein Baumsattel anpassen?

Auch bei längeren Ritten ist das Fell kein Problem, wenn man immer wieder absteigt und ne Weile läuft, und auch mal zwischendurch die Sattellage massiert, dass sie gut durchblutet wird. Die Sattellage vor und nach dem Reiten zu massieren hilft auch sehr.

Zudem deckt ein Fell unbarmherzig jeden Sitzfehler auf, vorallem wenn man noch ohne Bügel reitet:-)

Das der Fellsattel einem in den Stuhlsitz bring, stimmt so nicht ganz. Der Stuhlsitz ist einer der vielen Sitzfehler, die man begeht, und eben das deckt der Fellsattel auf. Also ist nicht das Fell "schuld" sondern esf und gibt uns die Chance das zu korrigieren. Das Pferd wird es uns danken!

Hier handelt es sich um meine ganz persönliche Erfahrung und Meinung über die Sattelproblematik, das habe ich mir über 8 Jahre gesammelt. Mein mittlerweile 17 jähriger Friese bekommt immer wie schönere Muskeln und strotz nur so vor Lebensfreude. Gibt es einen besseren Beweis?

Weniger ist mehr.....

Fotos vom selber gemachten "Probefellsattel"







Und hier ist die Bilderfolge, wie ich meinen zweiten Fellsattel nähte:








Reisverschluss annähen für das Sattelfell. Vorne..


und hinten



um die Gallerien zu stabilisieren, hab ich Schaumstoff zurecht geschnitten. Sieht man hier leider nicht.

Reissverschluss auch ans Sattelfell genäht.



Beliebiges Pad, oder auch keins zwischen Schabracke und Sattelfell. Dieses Pad hat sich nicht bewährt...



Gurten dran, und fertig......


Man kann ganz verschiedene Polster auf die Sitzfläche machen. Was das Problem bei breiten Pferden ist, dass man, wenn man selber eher schmal gebaut ist, zusehr im Spreizsitz auf dem Fell sitzt.

Wenn man aber ein Pad, das in der Lage der Hüftgelenke ausgeschnitten ist, drauflegt, ist dieses Problem verschwunden. Ein schlechter bemuskeltes Pferd brauch mehr Polsterung, ein gut bemuskeltes Pferd braucht weniger, das kann man alles individuell einstellen mit den verschiedenen Pads, die man auch selber abändern kann. Ein neuer Fellsattel ist in Bearbeitung. Hoffe, ich komme dann mal dazu, weiter zu nähen. :-)